Klinikum Ortenau
Neubau Ortenau Klinikum in Offenburg
Das Ortenau Klinikum Offenburg bildet den nordwestlichen Abschluss des neuen Stadtquartiers Holderstock und gleichzeitig einen Brückenkopf zum offenen Landschaftraum. Das leicht vom Schwarzwald zum Rhein hin abfallende Gelände bietet die Möglichkeit zur Ausbildung eines künstlichen Geländeversprungs, der Holderstock-Terrasse. Die Funktionsbereiche des Klinikums können in diesen künstlichen Geländeversprung integriert werden. So entsteht eine 2-geschossige Terrasse zur Landschaft, die auch den gewünschten „weichen Übergang“ zwischen dem Stadtquartier Holderstock und dem angrenzenden offenen Landschaftsraum ausbildet. In der Verlängerung der zentralen Erschließungsachse, der Lise-Meitner-Straße und an den Endpunkten der wesentlichen Querstraßen befinden sich Anknüpfungspunkte für Wegebeziehungen für Radfahrer und Fußgänger zum angrenzenden Landschaftsraum. Am Campusplatz zeigt sich die neue Klinik als 3- 5- geschossiges Gebäudeensemble. Eine eingeschossige Arkade empfängt Patienten, Besucher und Mitarbeiter und bildet einen freundlichen Auftakt zum Gebäude.
Der Neubau des Klinikums gliedert sich ein Sockelgebäude mit den Untersuchungs- und Behandlungsbereichen U+B in der 0 bzw.-1 Ebene, und in darüber angeordnete 3- 4-geschossige Bettenhäuser mit den unterschiedlichen Pflegestationen. Im 1. BA bilden insgesamt 3 Pavillons, die über das am Campusplatz eingeschossige Sockelgebäude auskragen, ein spannungsreiches Gebäudeensemble. Der Haupteingang befindet sich leicht auffindbar in der Mitte. Unter Ausnutzung des natürlichen Gefälles kann die -1 Ebene an der Westseite natürlich belichtet werden. Hierzu wird das natürlich gewachsene Gelände am Campusplatz um etwa 1,5 m auf die Höhenkote von 155 m üNN. aufgeschüttet. Der Krankenhausbau wirkt somit deutlich flacher und fügt sich gut in die angrenzende Wohnbebauung ein. Unmittelbar am Haupteingang öffnet sich die 2-geschossige Eingangshalle, die die 0-Ebene und die -1 Ebene miteinander verbindet. Parallel zum Campusplatz verläuft die Magistrale, eine öffentliche Wegeverbindung, die alle Teile des Krankenhauses miteinander verbindet.
Die 3 Pavillons zur Aufnahme der Allgemeinpflege sind gleich aufgebaut. Unmittelbar am Erschließungskern befindet sich der zentrale Schwesterndienstplatz. Weitere dezentrale Diensträume sind über die gesamte Ebene verteilt, um die Wege für den Pflegedienst möglichst kurz zu halten. Die Patientenzimmer sind nach außen orientiert, mit der Möglichkeit, weite Blicke in die Landschaft zu genießen. Die großen Fenster in den Patientenzimmern haben eine Brüstungshöhe von etwa 0,50m. Dies ermöglicht Blicke aus dem Bett nach außen und bietet Sitzbänke am Fenster an.
Alle Dächer des neuen Ortenau-Klinikums sind intensiv begrünt, insbesondere das Dach des Gebäudesockels dient als Dachgarten für die angrenzenden Pflegestationen, die Geriatrie und die Palliativstation.
Adresse
„Nordwestlich Holderstock“ in Offenburg
Auftraggeber
Ortenau Klinikum
Team
Copyright
huber staudt architekten bda