Vier Häuser Potsdam

Vier Häuser an der Friedrich-Ebert-Straße im Block IV in Potsdamer Mitte

Der Neubau stärkt die Gemeinschaft aus gewerblichen Nutzern, Bewohnern und Lernenden, die sich das spannende Gebäudeensemble aus vier Häusern teilen. Der markante Doppelgiebel und die darunter angeordneten Pilaster aus Backstein verschaffen ihm einen starken Auftritt an der Straße Am Kanal in Potsdam.

Der Entwurf der vier Häuser folgt den Vorgaben aus dem bestehenden Bebauungsplan. Hier ist die Positionierung der Gebäude auf den Parzellen, die Geschossigkeit und die Anordnung der Trauf- und Firstlinien genau festgelegt. Lediglich beim Gebäude auf der Parzelle 1 gibt es eine geringfügige Überschreitung der Firsthöhe beim Hauptgiebel. Aus den Vorgaben des B-Plan werden folgerichtig 4 unterschiedliche Baukörper, die durch ähnliche Fensterformate und Details ein gut ablesbares zusammenhängendes Ensemble bilden, abgeleitet. Die Putzstruktur und die Farbigkeit der Fassaden der Häuser 2 - 4 sind aufeinander bezogen, ähnlich gestaltet und unterscheiden sich doch im Detail. Lediglich das Gebäude auf der Parzelle 1, die Erweiterung des Bildungszentrums, bzw. der Volkshochschule, VHS ist als sichtig gemauertes Backsteingebäude differenziert ausformuliert und der besonderen Nutzung entsprechend herausgehoben.

Die vier Häuser entstehen als Massivbauten mit einem Mauerwerk aus Porotonsteinen. Die monolithische Bauweise bietet die Möglichkeit den Außenputz direkt auf das Mauerwerk aufzubringen und die Putzoberflächen zu strukturieren. Die Außenfassaden der Häuser 2-4 erhalten einen Kammputz in unterschiedlichen Farbnuancen, Haus 1 ein Sichtmauerwerk. Um eine möglichst große Flexibilität bei der Nutzung der Gebäude zu erhalten, werden die Innenwände als tragende Wände lediglich als Wandpfeiler mit einer Tiefe von etwa 0,60 m gebaut. Die Zwischenräume können bei Bedarf mit einfachen Ständerwänden aus Gipskarton geschlossen werden oder sie bleiben offen, um die Räume direkt miteinander zu verbinden. Es besteht auch die Möglichkeit die Räume, wie bei Altbauten über Flügel- oder Schiebetüren miteinander zu verbinden. Die Decken sind aus Stahlbeton, der wirtschaftliche Einsatz von Beton-Holzhybriddecken sollte untersucht werden. Der Garten im EG und die Gartenterrasse im 1. OG werden intensiv begrünt, so wie auch die Brandwand zum bestehenden Bildungsforum. Die Fenster sind als Holz-Alukonstruktion konzipiert.

Publikationen

07/2023:

Wettbewerbe Aktuell

Preise und Auszeichnungen

05/2023: Wettbewerb, 2. Preis

Adresse

Friedrich Ebert Straße, 14469 Potsdam

Auftraggeber

Pro Potsdam, GmbH

Team

Blanca Le MoreChristian HuberDavid Rodrigo SilgadoDonya JavadiehJoachim StaudtJosé Carlos Castro BarrosSohta Mori