Technikumshalle WKI Braunschweig

Fraunhofer-Institut für Holzforschung Wilhelm-Klauditz-Institut WKI Braunschweig

Das neue Technikum, Halle U markiert den Eingang zum Campus der Fraunhofer-Institute WKI und IST. Das Gebäude wird als Holzbau errichtet. Der Forschungsschwerpunkt des Instituts für Holzforschung wird so am Gebäude ablesbar.

Da die Erweiterungsmöglichkeiten für das Fraunhofer WKI auf dem Campus stark begrenzt sind, muss das Institut auf die möglichen Erweiterungsflächen, außerhalb des Stammgeländes entlang der Straße Riedenkamp ausweichen. Die Anordnung des Holzbaus schafft eine neue Eingangssituation zum Campus, ohne dabei selbst zum Hauptgebäude zu werden. Vielmehr ordnet er sich, als dienender Baukörper erkennbar unter und verweist auf das Stammgelände.

Der Baukörper des neuen Technikums, Halle U westlich der Straße Riedenkamp markiert eine deutlich spürbare Fuge zwischen dem von Hochschulnutzung geprägten Areal des Studentenwerks und der Fraunhofer Institute mit Hochhäusern und einer verdichteten Struktur aus Forschungsbauten und der flach bebauten Reihenhaussiedlung. Das lineare 1-3-geschossige Gebäude vermittelt innerhalb der Gemengelage der Nutzungen und zwischen den unterschiedlichen Maßstäben in einem heterogenen städtebaulichen Umfeld.
Der langgestreckte Gebäuderiegel fügt sich in das von großen Bäumen und Wohnhäusern geprägte Umfeld ein. Die Fassaden gliedert der Rhythmus der Stützen auf einem Achsraster von 7,50 m. Zwischen den Haupttragachsen strukturieren vertikale Pfosten aus Holz mit einem Achsabstand von 1,25 m die Fassadenfläche. Zwischen den Pfosten schließen horizontale Holzlamellen die Außenwände. Beide Längsfassaden zeigen den symmetrischen Aufbau der Halle mit einer Aufstellung der Forschungsgeräte an den Rändern und einer mittigen zentralen Erschließung. Der Rhythmus der Fenster, welche mittig zwischen den Tragachsen angeordnet sind, zeigt die Abfolge der einzelnen Geräte und Maschinen von außen gut ablesbar an. Die Fenster erlauben Ausblicke für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach außen und Einblicke von außen nach innen von der parallel verlaufenden neuen Straße Riedenkamp. An der Eingangsseite befindet sich eine eingeschossige Arkade, die einen wettergeschützten Zugang zum Gebäude gewährleistet. Die Südfassade prägt ein großes Schiebetor und große geschlossene Flächen mit einer Holzverschalung. Die Außenwände erfüllen die hohen Anforderungen an Schallemissionen im Wohngebiet.

Preise und Auszeichnungen

06/2019: VGV Verfahren mit integriertem Wettbewerb, 1.Rang

Adresse

Riedenkamp, 38108 Braunschweig

Auftraggeber

Fraunhofer-Gesellschaft

Team

Christian HuberDiego Sierra LópezJoachim StaudtJosé Carlos Castro BarrosSohta Mori