Paul-Lincke-Grundschule

Umbau und Erweiterung

Die Grundschule entstand 1963 als Typenschule der deutschen Bauakademie und liegt in einer Wohnsiedlung aus Hochhäusern am Rande des Prenzlauer Bergs. Das U-förmige Gebäudeensemble wurde im Rahmen des Investitionsprogramms „Zukunft Bildung und Betreuung“ IZBB zu einer 3-zügigen offenen Ganztagsschule mit 200 Plätzen umgebaut und erweitert. Das Objekt wird nach einer etwa 17-monatigen Bauzeit Anfang Februar 2008 fertiggestellt.

Von außen sichtbarste Intervention ist ein liegendes verglastes L aus gefalteten Betonfertigteilen, das einfach vor das bestehende eingeschossige Bauteil mit Satteldach aus den 60-iger Jahren gestellt wurde. Die um eine Achse erweiterte Mensa bildet die horizontale, das notwendige neue Fluchttreppenhaus die vertikale Linie.
Die Schule musste den gegenwärtigen Erfordernissen einer Ganztagsschule angepasst und weitergebaut werden. Dazu gehört die Erweiterung der viel zu kleinen Mensa mit Terrasse, 6 Gruppenräume, eine Übungsküche und Betreuerzimmer. Teil der Maßnahme ist auch die Sicherung des 2. Rettungsweges im gesamten Schulhaus.

Das Fluchttreppenhaus, das auch als direkte Verbindung zur Mensa genutzt wird, ist ganz aus Sichtbeton gefertigt: Wände, Decken, Treppenuntersichten und die Treppenstufen in betongrau kontrastieren mit der Stahl-Glass-Fassade und dem skulptural geschlossenen Band der Balustrade aus Stahlblech. Die Aufenthaltsräume der Kinder sind lichtdurchflutet, weiß und hellgrau. Das kühle Grau der Fassade und die hellgrauen Holzfenster geben dem sanierte Altbau einen abstrakten, leicht verfremdeten Charakter. Die feine vertikale Linienführung im Putz, der „Besenstrich“, führt zu einer Oberfläche mit einer weichen, textilen Anmutung.

Publikationen

02/2008:

Paul-Lincke-Grundschule Berlin: „Gefalteter Beton, Typenschule in Berlin-Pankow erweitert“, BauNetz-Meldung vom 01.02.2008

Adresse

Pieskower Weg 39, 10409 Berlin

Auftraggeber

Bezirksamt Pankow von Berlin

Team

Christian HuberJoachim StaudtLeander MoonsMartin Wirth