Neustädtische Kirchstraße 4-5
Generalsanierung und Neubau der Liegenschaft Neustädtische Kirchstraße 4-5 für den Deutschen Bundestag in Berlin
Das Gebäude Neustädtische Kirchstraße 4-5 bildet als Blockrandbebauung die östliche Platzbegrenzung des neustädtischen Kirchplatzes und wurde 1886/87 durch die Architektensozietät Hermann von der Hude & Julius Hennicke als Warenhaus für Armee und Marine im Stil der französischen Frührenaissance errichtet. Dieses Gebäude bildet den Ausgangspunkt für die typologische Entwicklung des Warenhauses. Das Gebäude wurde 1936 mit einem Saal im vergrößerten nördlichen Innenhof und neuer Erschließung zum Haus des Deutschen Handwerks umgebaut. Neben deutlichen Fassadeneingriffen wurde das Mansarddach durch ein weiteres Staffelgeschoss ersetzt. Im Rahmen des Umbaus 1978 zum Sitz der amerikanischen Botschaft in Ost-Berlin erfolgten weitere zahlreiche Eingriffe in die Bausubstanz.
Während die Neustädtische Kirchstraße 4-5 als Mischkonstruktion von klassischem Mauerwerksbau mit Natursteinfassade und moderner Stahlkonstruktion mit neuartiger Wellblechkappendecke (eine im heutigen Berlin singuläre Bauweise) errichtet wurde, besteht der seitlich ergänzende Neubau aus einer Stahlbetonkonstruktion mit einem hohen Anteil an Sichtbeton und einer Fassaden aus dunklen Sichtbeton-Fertigteilen. Dach, Fassaden und neue Erschließung leben vom Dialog zwischen Denkmalschutz und moderner Interpretation durch Fortschreibung des Altbaus mit modernen Mitteln.
Der Ausbau in den einzelnen Ebenen erfolgt durch modulare Wandsysteme mit Oberlichtern und integrierten Schrankmodulen. Bestand und Neubau erfüllen höchste Ansprüche an Raumakustik und Raumklima.
Publikationen
| 08/2013: | Wettbewerbe aktuell |
Preise und Auszeichnungen
| 04/2013: | 1. Preis in einem WTO-offenen Wettbewerb |
Adresse
Neustädtische Kirchstraße 4-5, 10117 Berlin
Auftraggeber
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Team
Copyright
huber staudt architekten bda