Krankenhaus Hedwigshöhe

Neubau, Umbau und Erweiterung Allgemeinkrankenhaus, Neubau Psychiatrie

Das Krankenhaus muss in die Gemeinde integriert werden. Das ist für den Bereich der Psychiatrie eine politische Forderung seit der Psychiatrie Enquete in den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts. Es darf keine abgeschlossene Institution werden, sondern muss sich mit den städtischen Strukturen vernetzten. Das Krankenhaus Hedwigshöhe am südöstlichen Stadtrand Berlins bildet den Abschluss der neuen Gartenstadt am Falkenberg. Dies ist eine unmittelbare Erweiterung der „Tuschkasten-Siedlung“, einem genossenschaftlichen Wohnungsbau des frühen 20. Jahrhunderts von Bruno Taut.
Der Ursprung des Krankenhauses ist die Buntzelsche Villa umgeben von Gartenanlagen, die als Manifest eines preußischen Gartenbaumeister verstanden werden können. Turm und Villa stehen offenen Landschaftsgarten gegenüber. Um die Gebäude herum zeigten sich unterschiedlich thematisierte Gärten: Barockgarten, Landschaftsgarten und offene Landschaft. Die verspielt gegeneinander versetzt angeordneten Pavillons der Psychiatrie finden Halt an dem langgestreckten Gebäude des somatischen Hauses. Es bildet das Rückgrat der kleinen „Stadt in der Stadt“. Das Krankenhaus ist vernetzt mit seiner Umgebung. Der zentrale Platz in der Mitte markiert den Endpunkt der zentralen Erschließungsstraße im Wohnquartier, jenseits der „weichen Linie“ zur offenen Landschaft und zum „Centralpark“, einem linearen Park als Kernstück der Gartenstadt. Der größte Teil des Krankenhausareals wird zum öffentlichen Park, ein neuer Treffpunkt für Bewohner der Gartenstadt und Patienten. Der weite Blick über den Müggelsee in die Landschaft ist spürbar wohltuend. Der Begriff der Empathie äußert sich, wo Architektur einen Mehrwert erzeugt und unerwartete und überraschende Qualitäten bieten kann. Hier konkret: die Inszenierung des Übergangs von der Siedlung am Stadtrand in den offenen Landschaftraum.

Publikationen

02/1996:

„Krankenhaus Hedwigshöhe Berlin“, Werk Bauen+Wohnen

01/1997:

Berlin und seine Bauten, Krankenhäuser, Architekten und Ingenieur-Verein zu Berlin

01/2003:

„Architektur in Berlin“, Krankenhaus Hedwigshöhe, 1. BA: Abteilung für Psychiatrie

03/2005:

„Krankenhaus Hedwigshöhe Berlin, Neubau Psychiatrie“, AIT

01/2006:

„Krankenhausarchitektur für die Zukunft“, Krankenhaus Hedwigshöhe Berlin, Verlagshaus Braun

11/2006:

„Farbklaviatur: Neubau und Erweiterung Krankenhaus Hedwigshöhe, Berlin“, AIT

01/2006:

„1000 x european architecture“, Krankenhaus Hedwigshöhe Berlin, Verlagshaus Braun

01/2006:

„Neue Krankenhausbauten in Deutschland“, Krankenhaus Hedwigshöhe Berlin, DOM Publishers

01/2007:

Hospital Architecture“, Hospital Hedwigshöhe Berlin, Verlagshaus Braun

01/2007:

„Zukunftsoffenes Krankenhaus“, Krankenhaus Hedwigshöhe Berlin, Verlag Springer, Wien

04/2008:

Gesund werden in der Gartenstadt“, Baumeister B4

07/2008:

„Krankenhaus Hedwigshöhe in Berlin-Treptow“, DBZ Deutsche BauZeitschrift

08/2008:

„Ospedale Hedwigshöhe a Berlino, Germania“, l`industria delle costruzioni

Preise und Auszeichnungen

09/1995: 1. Preis Realisierungswettbewerb, Erweiterung Krankenhaus Hed-wigshöhe
10/2009: Krankenhaus Hedwigshöhe Berlin, BDA-Preis Berlin 2009, lobende Erwähnung

Adresse

Höhensteig 1, 12526 Berlin

Auftraggeber

Alexianer St. Hedwig-Kliniken Berlin GmbH

Team

huber staudt architekten bda mit BRULLET-DE LUNA ARQUITECTES und PI-NEARQ ARQUITECTES Barcelona
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